Ohne Eltern geht es nicht
Der Kindergarten wird von der Elternschaft verantwortlich mitgetragen. Die pädagogische Zusammenarbeit mit den Eltern ist uns ein großes Anliegen. Der gemeinsame Austausch ist unverzichtbar, um die uns anvertrauten Kinder besser kennen zu lernen und ihnen gerecht zu werden. Das geschieht beim persönlichen Entwicklungsgespräch, bei dem das einzelne Kind im Mittelpunkt steht, bei Elternrunden, beim „Elternkraftplatz“ und beim täglichen Abholen der Kinder.
Der Jahreskreis mit den Jahreszeitenfesten bietet den Eltern viele Möglichkeiten, am Kindergartenleben teilzunehmen und die Gemeinschaft des Waldorfkindergartens Bad Vöslau unter Erwachsenen und Kindern zu erleben und sich als Teil davon einzubringen.
– Elternkraftplatz: Alle paar Wochen gibt es die Möglichkeit sich in einer Runde zu treffen und Raum für persönliche Anliegen zu bekommen. Im Fokus steht hier Austausch über den Alltag mit Kind – sich Sorgen oder seelische Last von der Seele reden können und durch das Gespräch Verständnis und möglicherweise auch neue Blickwinkel und Lösungswege zu bekommen.
– Entwicklungsgespräch: Dieses findet einmal im Jahr oder bei Bedarf öfter statt. Die Eltern des Kindes und die PädagogInnen teilen ihr Erleben des Kindes und seiner Entwicklung. Durch das Gespräch können Fragen auf beiden Seiten geklärt werden und auch Lösungen für Schwierigkeiten gefunden werden. Das Ziel ist dem Kind innerlich Raum zu geben und zu erarbeiten wie wir Erwachsene es bestmöglich für seinen Weg unterstützen und stärken können.
– Elternrunden: Wir treffen uns alle paar Monate zu einem bestimmten Thema, das vorgestellt und durch Fragen und Beiträge der Eltern beleuchtet wird. Gemeinsam beschäftigen wir uns hier mit pädagogisch relevanten Themen und Fragen, die aus dem Interesse der Elternschaft entstehen können.
– Elternabend: Zu Beginn und am Ende des Kindergartenjahres gibt es einen Elternabend, an dem Organisatorisches besprochen wird.
Zur Vereinsstruktur: Der Waldorfkindergarten Bad Vöslau ist ein Privatkindergarten mit Öffentlichkeitsrecht, der 1986 aus einer Elterninitiative gegründet wurde. Der Träger ist der Rudolf Steiner Schulverein Raum Baden, bei dem der Kindergarten seit 2012 Teil ist. Der Verein umfasst die Waldorfschule Schönau, den Waldorfkindergarten Schönau und den Waldorfkindergarten Bad Vöslau. Der Kindergarten steht allen Kindern offen – unabhängig von ihrer Herkunft, Religion und Nationalität. Alle Kindergarteneltern können Mitglieder des Vereins sein. Der Kindergarten ist selbstständig und wird durch Elternbeiträge und eine Förderung des Landes finanziert. Der Kindergarten ist Mitglied der Internationalen Vereinigung der Waldorfkindergärten.
IASWECE www.iaswece.org
Weltweit gibt es ca. 2000 Waldorfkindergärten.
Veranstaltungen
Öffentliche Veranstaltungen:
Frühlingsbazar
genaue Infos folgen
Adventgärtlein
genaue Infos folgen
Donnerstag vor Adventbeginn 18 Uhr (Datum folgt)
Anmeldung erforderlich
Adventbazar
genaue Infos folgen
erster Samstag vor Adventbeginn 14-17 Uhr (Datum folgt)
mit Buffet, Bastelecke, Selbstgemachtem, Töpferwaren, Bücher-, Kleidungs- und Spielzeugflohmarkt und einem Puppenspiel um 14:30 & 16:00 Uhr
Interne Feste und Veranstaltungen (mit Eltern):
– Gesprächsrunden über die Anthroposophie (mit Milan Bohl)
– Elternkraftplatz (mit Nina Maria Lohfeyer)
– Elternrunden & Elternabend (mit Sabine Güley, Milan Bohl und Nina Maria Lohfeyer)
– Drachenhöhle (für Sonnenkinder und Schulkinder)
– Laternenfest
– Adventgärtlein
– Weihnachtsfeier
– Johannifest
– Sonnenkinderverabschiedung (mit Eltern der Vorschulkinder)
FAQ
Was sind die Grundsätze der Waldorfpädagogik?
Die Fähigkeit zu Staunen und sich selbst und die Welt als Ganzes zu erleben, gehört zu den besonderen Eigenschaften junger Kinder. Diese zu stärken und die Kinder in ihrer ureigenen Entwicklung aufmerksam und fürsorglich zu begleiten ist das Ziel des Waldorfkindergartens.
Warum gibt es im Waldorfkindergarten kaum Plastiksachen?
Wir möchten die Sinnesentwicklung der Kinder in vielfältiger Weise anregen. Plastik ist immer glatt und kühl – Naturmaterialien hingegen haben eine natürliche Wärme und eine Oberfläche unterschiedlicher Art. Außerdem ist es meist nicht so ausgestaltet, was den jungen Kindern die Möglichkeit bietet es in unterschiedlichster Weise im Spiel zu verwenden. So lässt das Spielmaterial Freiraum für Phantasie und eigene Gestaltung.
Ist der Kindergarten christlich?
Unser Kindergarten ist nicht konfessionell gebunden, dennoch verstehen wir uns als ein christlicher Kindergarten. Kinder erleben bei uns Werte wie Dankbarkeit, Ehrfurcht und Nächstenliebe. Die christlichen Jahresfeste wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten werden in kindgemäßer Weise gefeiert.
Muss man Anthroposoph sein oder werden?
Nein. Was wir uns von den Eltern wünschen ist Interesse an den Grundlagen der Waldorfpädagogik und der Menschenkunde Rudolf Steiners, somit gehen Erziehung im Kindergarten und Zuhause Hand in Hand.
Wie ist der Arbeitseinsatz der Eltern?
Der einzig fixe Arbeitseinsatz ist der Wäschedienst, bei dem sich jede Familie für einen Monat einträgt – die Wäsche wird am Ende der Woche mitgenommen und am Anfang der Folgewoche gewaschen und gebügelt gebracht.
Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit bei den Konferenzen, in denen wir uns mit „Wege zur Qualität“ beschäftigen, dabei zu sein. Hier entstehen Ideen über das Entwicklungspotenzials des Kindergartens – in der Umsetzung kann sich jede/r einbringen, wie es ihm möglich ist. Wir freuen uns über die Eigeninitiative der Elternschaft.
